
Einfach wieder Alle gegen Einen, dachten sie. Eine Nationale Front gegen die AfD bilden und am Ende knapp die Nase vorn haben wie so oft, erhofften sie sich. Im südthüringischen Sonneberg bissen sie gestern erstmals auf Granit.
Der bisherige Landrat Köpper (CDU) hatte im ersten Wahlgang eine empfindliche Niederlage gegen Robert Sesselmann von der Alternative für Deutschland einstecken müssen. Ampel-Parteien oder die in Thüringen durchaus bedeutende Linkspartei flogen gleich raus. So musste die Stichwahl am 25. Juni entscheiden.
Die Etablierten zogen alle Register. Wahlbeteiligung steigern, in Altenheimen den Scheintoten den Stift führen, aber auch direkte Drohungen gegen Sesselmann gehörten zu ihrem Arsenal. Es nützte alles nichts. Der AfD-Kandidat überzeugte die Südthüringer und gewann die Stichwahl mit über 52 Prozent der Stimmen.
Weniger aus den Reihen der direkt an der Wahl beteiligten Union, sondern vielmehr von den Köpper-Unterstützern von SPD und Grünen, kamen prompt noch am selben Abend krude Drohungen gegen den ersten AfD-Landrat der Geschichte. „Zusammengelatzt“ gehöre er, ein deutlicher Verweis auf die schlimme Wortwahl von Veronika Kracher (taz) bezüglich des Anschlags auf Frank Magnitz in Bremen. SPD-Mann Arne Zillmer aus Himmelpforten bei Stade rief sogar zu einem „Marsch auf Sonneberg“ auf, was bisher auf wenig Resonanz stieß. Robert Sesselmann wurde jedenfalls nicht himmelangst deswegen und er ließ sich gebührend feiern.

Das geschieht diesen Großfressen mal recht!
LikeLike
Da kann man nur gratulieren. Gegen dieses verkommene politisch-mediale Kartell zu bestehen, ist beileibe nicht einfach.
LikeLike
Dieser Zillmer von der SPD ist entweder dumm oder wahnsinnig.
LikeLike
Das war erst der Anfang.
LikeLike
Robert hat’s geschafft? Hurra!
LikeLike
Angesichts des taz-Kommentars: Wo bleibt denn da der vielfach geforderte Einsatz gegen Hassrede?
Und der angekündigte Marsch auf Sonneberg, ist das nicht klar delegitimierend?
LikeLike
Ich feier’s einfach! 🙂
LikeGefällt 1 Person