Hänschen in der Grube

So kannte man ihn: Vollgeboostert und stets mit Maske. Am Ende nützte es Ströbele alles nichts.

 

Gestern kam die Nachricht, daß am 29. August der berüchtigte RAF-Anwalt und -Unterstützer Hans-Christian Ströbele in Berlin im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Die linkslastigen Hauptstadtmedien überschlugen sich daraufhin mit platten Lobhudeleien in ihren schnellgestrickten Nachrufen.

Hier nun die Wahrheit über Ströbele.

Endgültig nach Linksaußen driftete der gebürtige Hallenser 1967 nach dem heimtückischen Mord der DDR-Stasi an dem Studenten Benno Ohnesorge ab. Jedoch richtete sich die Wut des jungen Juristen nicht gegen den verantwortlichen SED-Staat, sondern gegen die BRD. Gemeinsam mit RAF-Gründer und Holocaustleugner Horst Mahler rief Ströbele das linksextreme „Sozialistische Anwaltskollektiv“ ins Leben, das darauf ausgerichtet war, überführte RAF-Terroristen vor Gericht zu verteidigen. Unverhohlen fand eine vollständige Solidarisierung und nachhaltige politische Unterstützung der Rote Armee Fraktion durch das Netzwerk statt. Mahler wurde später selbst zum RAF-Terroristen, so daß im Verlaufe der 70er Jahre Ströbele und Otto Schily als anwaltliche Hauptprotagonisten fungierten. Ströbele geriet dabei ebenfalls mit dem Gesetz in Konflikt und wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Nach der Riesenblamage im Deutschen Herbst 1977, als die Terroristen durch den Schleyer-Mord und die Bluttaten im Rahmen der Landshut-Entführung nach Mogadischu endgültig ihr menschenverachtendes Gesicht offenbart hatten, war an einen gewaltsamen kommunistischen Umsturz in Westdeutschland nicht mehr zu denken. Das erkannte auch Ströbele. Nach einer allzukurzen Schamfrist stürzte er sich in Wühlarbeit und verwirklichte mit weiteren verblendeten Genossen 1978 in West-Berlin seinen Traum von einer linksradikalen Tageszeitung in der BRD. Hartnäckig hält sich landläufig die Annahme, daß die Grüne Partei sich aus einer überparteilichen umwelt- und friedensbewegten Graswurzelbewegung herausgebildet habe. Längst wissen wir es besser. Generalstabsmäßig suchten der KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschlands) und andere APO-Gruppen die „gesellschaftsfähigen“ Schnittmengen zu den Normalbürgern und fanden sie in diesen Themen. Ließen die linksextremen Kader zu Beginn noch Konservative bei den „Grün-Alternativen Listen“ mitmachen, um den Schein zu wahren, so änderte sich das mit der Gründung der Bundespartei 1980 schon merklich. Skrupellos infiltrierten die Radikalen Ströbele, Ditfurth, Trittin, Fischer und Co die Gruppierung und schacherten sich gekonnt gegenseitig Posten und Pöstchen zu, so daß sich die Seilschaften festigten. Potenzielle Störenfriede wie der Querdenker Rudi Dutschke waren da schon ausgeschaltet. Dutschke starb Ende 1979 wie wenige Jahre später Uwe Barschel einen seltsamen Tod in der Badewanne, als er sich gerade auf den Gründungsparteitag der Grünen vorbereitete.

Der Plan, sich bereits 1980 direkt in den Bundestag wählen zu lassen, scheiterte kläglich am Kampf der Titanen Schmidt und Strauß. Durch die politischen Umwälzungen klappte es aber dann 1983. Strickend und gelangweilt saß man dann jahrelang im Parlament, aus dem man 1990 wegen seiner zu DDR-betrauernden Haltung wieder rausflog. Aber Die Grünen wären nicht Die Grünen, wenn es ihnen kurz darauf nicht gelungen wäre, den Laden der unerfahrenen Bürgerrechtler vom Bündnis90 zu übernehmen. 1998 schlug dann die große Stunde mit der Schröder-Fischer-Koalition, die aber Ströbele kein Ministeramt gönnte. Trotzdem blieb dieser medial omnipräsent durch seine Arbeit in vielen Ausschüssen und viele wohlwollende kumpelhafte Interviews der zu dieser Zeit mehr und mehr „ergrünenden“ Presse. Höhepunkt seiner Popularität war sicher das Jahr 2002, als er es per Direktmandat in den Bundestag schaffte, in dem er dann noch lange saß. Im gleichen Jahr setzte ihm der Moderator und Sänger Stefan Raab ein musikalisches Denkmal, als er seine radikale Forderung „Gebt das Hanf frei!“ in Liedform goß und es das Konterfei des dubiosen RAF-Unterstützers sogar in die Hitparaden schaffte. Irgendwie ironisch, daß Hans-Christian Ströbele ausgerechnet jetzt sterben musste, wo die Cannabis-Freigabe der Ampelkoalition zum Greifen nah scheint. Er wird sie nicht mehr erleben.

Doch der Verstorbene war auch ein Mann, der viel, durch seine Anwaltstätigkeit vielleicht zuviel wußte. Deshalb gestern nicht von ungefähr das hörbare Aufatmen in pseudolinken und anderen staatlichen Kreisen. RAF-Sympathisanten und ihre Gegner von damals können nun endlich ruhiger schlafen. Ströbele wußte, was in Stuttgart-Stammheim wirklich passiert war. Auch dem ehemaligen Bundesaußenminister und Vizekanzler Joschka Fischer dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. Seine Verwicklung in den Mord an dem jüdischstämmigen Hessischen Verkehrs- und Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry (FDP) 1981 wird nun wohl nie ganz aufgeklärt. 1981 war das Jahr mit den härtesten Auseinandersetzungen rund um die Startbahn West des Frankfurter Flughafens, deren entschiedener Verfechter Karry war.  

 

12 Kommentare

    • Allerdings. Vor allem die Westdeutschen sind eben nach dem Krieg nie in einer wirklichen Demokratie angekommen. Nur Lauschen auf das Blabla einer Führerperson, nichts hinterfragen…as usual.

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  1. Bisher der beste Nachruf auf Ströbele. Und endlich mal etwas Kritik. Die restliche deutsche Medienlandschaft kann man diesbezüglich vergessen. Der reinste Kirchenkindergarten!

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  2. Hänschen in der Grube…euch ist schon klar, dass das der Titel eines deutschen Kinderbuches von 1958 ist, ausgerechnet von Ensslin und Laiblin?

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  3. Der manische Grünenpolitiker Manoj Subramaniam aus Erkelenz/Heinsberg hat sich offenbar monatelang selbst Nazidrohungen geschrieben, Hakenkreuze und SS-Runen geschmiert sowie Autolack zerkratzt und Reifen aufgeschlitzt. Bilder der Resultate stellte er anklagend bei Facebook und anderswo ins Internet. Nach langen Ermittlungen und einer Wohnungsdurchsuchung bei ihm flog er jetzt auf. Der Staatsschutz, der anfangs zu seinem Schutz eingeschaltet worden war, wendet sich jetzt gegen ihn. Die Grünen entzogen Subramaniam ihre vorher groß verkündete Solidarität; mittlerweile ist er von allen Ämtern zurückgetreten.

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    • Da ist er nicht der erste grüne Hakenkreuzschmierer. Sowas machen die gern. Sogar die grüne Bundestagskandidatin Janet Lutz schmierte mit und liess sich aber leider dabei erwischen. 😥

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      • Typisch. Bei den Grünen machten früher viele Altnazis mit. Noch heute gibt es einen auffallend hohen Schnitt von Kindern von fanatischen SS-Offizieren dort. Der Vater von Jürgen Trittin ließ kraft seiner Befehlsgewalt seine Einheiten sogar noch Tage nach der Kapitulation weiterkämpfen.

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    • Richtig. Da verwundert es gar nicht, dass Christian Ströbele jahrelang eng mit Holocaustleugner Horst Mahler zusammengearbeitet hat.

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