„Küstenbarbie“ Schwesig (SPD) verpasst Rekord im Nordosten

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel: Manuela Schwesig (SPD)

 

Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern klar gewonnen. Immer stärker schoß sie in den Wochen zuvor nach oben, auch durch die Schwäche der Union. Von deutlich unter 30 Prozent im Sommer auf sogar 40 kurz vor dem Wahlsonntag. Das weckte Hoffnungen auf einen Sieg mit Rekordergebnis, manche Superoptimisten unter den Genossen träumten sogar von der absoluten Mehrheit für ihre Partei. 

Es kam anders. Die SPD verharrte bei unter 40 Prozent, verpaßte den Rekord und ist nun weiter auf einen Koalitionspartner angewiesen. Dieser könnte wie bisher die CDU sein, aber auch für Rot/Rot würde es in Schwerin noch reichen, was man bei Schwesigs Prägung nicht ausschließen darf. Zweitstärkste Kraft in dem Bundesland wurde wie vor fünf Jahren die AfD, die ihren Vorsprung auf die drittplatzierte Union deutlich ausbaute. Die Linke blieb erstmals unter 10 Prozent. Bemerkenswert, wenn man weiß, daß sich in dieser Region der erste zaghafte Widerstand gegen das SED-Regime eigentlich erst nach dem Mauerfall regte. Die Grünen schafften den Sprung in den Landtag der „Südschweden“, vielleicht eine Folge des Propagandaauftritts der Schwedin Thunberg unmittelbar vor der Wahl. Auch die FDP zog knapp ein.   

3 Kommentare

  1. Tja Pech. Am Ende könnte es sogar der einzige „echte“ Sieg der SPD vom 26.09. bleiben, wenn man an die Betrügereien von Berlin und an den Wirbel um Olaf Scholz denkt.

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  2. Ein tiefrotes Bundesland. Und ja, die momentane Schwäche der SED-Nachfolgepartei kommt ein bißchen überraschend. Denn schließlich war es in der Gegend um Schwerin und Rostock, wo noch im November 1989 Arbeitsbrigaden bewaffnet wurden, um die „konterrevolutionären Umtriebe“ niederzuschlagen.

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  3. Tja. Schwesigs Prägung. Wieder mal beeindruckend, wie tgm die neue Schweriner Koalition vorhergesagt hat.

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    Schwesig will mit Linken regieren

    Zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD der Linkspartei Koalitionsverhandlungen angeboten.

    SPD-Landesvorsitzende und Ministerpräsidentin Schwesig sagte, in den Sondierungsgesprächen habe es mit der Linkspartei die meisten Schnittmengen gegeben. Die Entscheidung der SPD-Gremien dafür sei einstimmig gefallen.

    Nach 15 Jahren könnte Die Linke erneut an der Regierung in dem Land beteiligt sein. Eine rot-rote Koalition hätte im Landtag 43 der 79 Mandate.

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