Interregnum

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, schreibt Hermann Hesse in seinen „Stufen“. Dieser Zauber mit seinen magischen Momenten neigt sich nun dem Ende entgegen…wenn die GroKo 3.0 den Sack denn zumacht.

Es war Einiges möglich, das vorher undenkbar schien, trotz oder vielleicht gerade wegen des Maas’schen Zensurwahns. Diese Periode unbeugsamer Redemokratisierungsversuche außerhalb, aber eben nun auch innerhalb der Parlamente wird als das vielleicht beste Interregnum (=Zwischenregierungszeit) in die Geschichte eingehen, das Deutschland je hatte.

Wir erinnern uns gern daran, wie die AfD für Furore sorgte, als sie ihren Beifall nicht nach der Parteizugehörigkeit des jeweiligen Redners, sondern nach der Stichhaltigkeit seiner vorgebrachten Argumente dosierte. So etwas hatte es im Bundestag lange nicht gegeben, als er noch fest in der Hand der Altparteien war. Dr. Alexander Neu von Die Linke schien sich nicht daran zu stören, der SPD-Zwischenfrager sehr wohl, und Jürgen Trittin (Bündnis90/Die Grünen), der mit hochrotem Kopf als Nächster ans Rednerpult stürmte, um Neu zurechtzuweisen, wurde wunderschön ausgekontert, indem die Alternativen auch seiner Rede den gebührenden Applaus zukommen ließen.

Magischer Moment: Alexander Neu ganz sachlich und ohne Haß gegen die AfD, Trittin dagegen dreht sichtlich am Rad (oben)

Magischer Moment: Die bis dahin sicherlich weniger bekannte Eleonora Cotar von der AfD zerpflückt unaufgeregt, aber für jeden Bürger verständlich, das verbrecherische Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Justizminister Heiko Maas (SPD)

3 Kommentare

  1. Legendäres Video da mit Trittin. Man muß Rot-Grün gar nicht entlarven, sie tun es eilfertig selbst. Neu dagegen scheint ein Linker neuen Typs zu sein – Argumente statt dumpfer Parolen. Erfrischend!

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  2. Für diese Herren geht mit dem Interregnum auch die Ruhepause des Terrors in Europa bzw. Deutschland zu Ende. GroKo 3.0 – endlich wieder klare Verhältnisse, gell?

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