Die Folgen des Twesten-Twists

Am Ende des Wahlabends in Niedersachsen war kaum jemand zufrieden. Ministerpräsident Stefan Weil nicht, weil er trotz Stimmengewinnen für die SPD die Mehrheit für Rot-Grün verloren hatte. Elke Twesten nicht, weil die Verluste der CDU, zu der sie von den Grünen übergelaufen ist, was Weil die knappe Mehrheit kostete und vorgezogene Landtagswahlen nötig machte, sie wohl doch unerwartet trafen. Die FDP und die Grünen blieben deutlich unter ihren Erwartungen. Das könnte man zwar auch über die Alternative für Deutschland sagen, wenn man auf deren Bundestrend schielt. Dennoch bleibt festzuhalten, daß Armin Paul Hampels ziemlich zerstrittene Truppe die Partei mit den höchsten Zugewinnen ist und aus dem Stand sicher in den Landtag in Hannover einzog.

Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit in einem Bundesland, in dem die AfD schweren Verfolgungen ausgesetzt ist, vor allem durch die Jusos unter der Führung von Arne Zillmer aus Himmelpforten bei Stade, sowie durch die Göttinger Stasi/Antifa, die bereits 2013 Mitglieder der jungen Partei und ihre Familien mit dem Tod bedrohte.

Dieser Pferdsprung wird ihr wohl ewig anhaften: Ex-Grüne Elke Twesten und ihr „Twist“ zur CDU

Nun wird eine Regierungsbildung schwer. Die FDP schloß eine klassische Ampel aus, weil in Niedersachsen sowohl die SPD als auch Bündnis90/Die Grünen sehr antifanah sind.

Merkels durchgefallener Wunschkandidat, Namibia-Rückkehrer Hauptmann der Reserve Bernd Althusmann (CDU), schob die Verantwortung für erste Sondierungsgespräche völlig korrekt der stärksten Partei, also der SPD, zu. Gleichzeitig schloß er Jamaika nicht gänzlich aus, was Elke Twesten in gewisser Weise wieder mit den Grünen zusammenbrächte. Denkbar also, daß Stefan Weil, will er im Amt bleiben, am Ende auf eine Große Koalition zurückgreifen muß, was seinen Sieg etwas bitterer schmecken ließe.

Quo vadis, Niedersachsen-SPD? Wahlsieger Stefan Weil wirkt grüblerisch.

Hampels AfD kann sich das Gerudere der anderen im Landtag vertretenen Parteien in Ruhe anschauen. Seine Fraktion ist die einzige, die auf jeden Fall schon weiß, daß sie in der Oppositionsrolle sein wird, zumal Die Linke den Einzug verpaßt hat.

4 Kommentare

  1. Zillmers Horden kommen meist nachts. Sie zerstören Hab und Gut von niedersächsischen Gastwirten, die der AfD Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben. Beschmieren alles mit ekligem Bitumen und sprühen menschenverachtende Parolen. Medien und Politiker schweigen dazu. Unter diesen üblen Umständen sind 6,2 Prozent super!

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    • Ja ich denke auch. Das Schlechtreden des niedersächsischen AfD-Ergebnisses ist genauso mediengemacht wie der „Schulz-Effekt“ damals.

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  2. Ihr müßt den Arne Zillmer aber auch mal verstehen! Seit Jahren seine Bemühungen, „seinen“ Landtag in Hannover sauber, also AfD-frei zu halten, und jetzt geht das auf Anhieb schief! Sowas aber auch… 😛 😯 😛

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