Freitagsterror

                                                                                                                                                                         Vergangenen Freitag (07.04.2017) hatte der internationale Terror mal wieder Hochkonjunktur. Nachdem ein Vorfall in Syrien, der von den westlichen Medien vorschnell als „Assads Giftgasangriff“ deklariert wurde, für Bestürzung gesorgt hatte, änderte Donald Trump scheinbar seine Meinung, daß ein Regime-Change in Damaskus für den Frieden nicht nötig sei.

Postwendend gab er den Befehl, 59 seiner Marschflugkörper auf einen syrischen Militärflughafen abzufeuern. Das ist viel, allerdings gelang es Assads Luftabwehr auch, über ein Drittel davon unschädlich zu machen. 36 schlugen ein und machten den Flugplatz für einen Tag unbenutzbar. Die Welt hielt einen kurzen Moment den Atem an. Doch Rußland verhielt sich besonnen, war auch kurz vorher von den Amerikanern über den bevorstehenden Angriff unterrichtet worden. Die westlichen Kriegstreibermedien jubelten, plötzlich war der vielgescholtene Trump ein Held.

Besonders unappetitlich dabei der ARD-Presseclub vom Sonntag, bei dem Moderator Jörg Schönenborn, ein übler Demagoge, die Zuschauer schon in der ersten Minute mit der Lüge begrüßte, daß Präsident Assad in den vergangenen Jahren „immer wieder“ Giftgas eingesetzt habe. Kein Widerspruch von den ihn umgebenden Journalisten – das sagt viel über den freien Meinungsaustausch in Deutschland im Jahr 2017 aus.

Großbritanniens Außenminister Boris „Brexit“ Johnson, der optisch als kleiner Bruder von Donald Trump durchgehen könnte (s.o.), stieß ins gleiche Horn und verbreitete das Märchen von den Giftgasangriffen der syrischen Regierung in seinen Interviews immer weiter. Der perfekte US-Vasall. Weder London (bereits vor den Amerikanern mit Spezialeinheiten im Bürgerkrieg aktiv) noch der CIA haben die Schlappe von Aleppo verschmerzt, die so gar nicht zu ihrem Selbstverständnis paßt.

Jetzt ist die Frage: Was hat das zu bedeuten und wie geht es weiter?

Ist es dem noch stark unter dem Einfluß von Obama und Hillary Clinton agierenden CIA tatsächlich gelungen, Präsident Trump mittels wiederholtem skrupellosen Einsatzes von großen, dunklen Kinderaugen umzudrehen? Wer manipuliert hier wen? Könnte es nicht der erfolgreiche und gewiefte Baulöwe sein, der Alle an der Nase herumführt? Der zum Schein einen zwar martialischen, aber doch sehr ineffektiven Luftschlag durchführen ließ, um seine Gegner ruhigzustellen und sogar zu Applaus zu nötigen? Mal Merkel fragen, die weiß das bestimmt – nicht.

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Nur wenig später am gleichen Tag riß ein frommer Muslim in der schwedischen Hauptstadt Stockholm 5 Menschen bei seinem LKW-Dschihad in den Tod, knapp 20 wurden schwer verletzt. Die letzte Bastion, die noch in Frage stellte, ob es tatsächlich Islamterror war, waren…die deutschen Medien. Bis in die Abendstunden nannten sie es verharmlosend und menschenverachtend einen „Vorfall“ – das war eine nicht wiedergutzumachende Schande!

Der ARD-Korrespondent aus Stockholm hatte in der 20-Uhr-Tagesschau nichts besseres zu tun, als zu berichten, daß sich „die Lage entspannt“ und die U-Bahnen wieder fahren! Also alles in Ordnung, keine weiteren Fragen nötig, ja?

Eines der Mordopfer war die 11jährige Ebba Akerlund:

Islam heißt Frieden!

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2 Kommentare

  1. Na immerhin haben nach dem Bombenanschlag am Dienstag Dortmund und Bayern gestern uneingeschränkt solidarisch in der Champions League verloren gegen Mannschaften aus anderen EU-Ländern, die anscheinend ein dickeres Fell haben. Besonders Real Madrid trat eiskalt auf. „Marc Bartra? Der ist Katalane!“

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