Aus aktuellem Anlaß hat tgm sich entschlossen, eine besondere Umfrage zu starten. Bitte unbedingt weiterverbreiten. In der Karwoche kommt der Film „Verleugnung“ in die deutschen Kinos. Es geht darin um den Gerichtsprozeß Irving gegen Lipstadt.

DISCLAIMER: Der Zweite Weltkrieg und die Judenmorde waren fraglos sehr, sehr schlimm. Es werden immer wieder Zahlen genannt, wonach insgesamt etwa 4 – 5 Millionen Juden, Zigeuner und Angehörige ähnlicher Gruppen ums Leben gekommen sind. Hätten die Geschichtsrevisionisten recht und es wäre nach Kriegsende von interessierten Kreisen stark nach oben „korrigiert“ worden, so bliebe dennoch festzuhalten: Selbst bei einem Viertel, also gut 1 Millionen Opfern, wäre es eine schreckliche Bilanz. Und wenn Leute wie Irving behaupten, Hitler sei ein „Freund der Juden“ gewesen, weiß man nicht mehr, ob man lachen oder heulen soll.

Aber dennoch:

David Irving war zur Zeit des Zweiten Weltkriegs noch ein kleines Kind. Es erhebt sich unvermittelt die Frage, wie man so einem Menschen vorwerfen kann, er „leugne“ den Holocaust. Ist das nur schlampiger Umgang mit Sprache oder ist es mehr? Leugnen bedeutet, daß man etwas, was man offenkundig selbst getan oder unmittelbar mitbekommen hat, abstreitet beziehungsweise nicht wahrhaben will. Das ist bei Irving, bei gleichaltrigen oder gar jüngeren Historikern definitiv ausgeschlossen – oder mag das jemand leugnen…?

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