Die neuerliche schlimme Hetze des „Deutsch-Iraners“ Ken Jebsen alias Moustafa Kashefi in der dreißigsten Ausgabe seiner „investigativen“ Internetreihe „Me, Myself and Media“ macht es notwendig, nein, macht es überfällig, sich ein weiteres Mal mit diesem feinen Herrn zu beschäftigen, das erste Mal hier auf tgm war im vergangenen Sommer:

https://terminegegenmerkel.wordpress.com/2016/08/05/anmerkungen-zu-ken-jebsen/

Eines vorweg: Jebsens überwiegend trumpfreundlicher Grundtenor in dieser Ausgabe von MMM ist dadurch zu erklären, daß sie veröffentlicht wurde, bevor die antiislamischen Einreisebestimmungen publik wurden, die der neue US-Präsident veranlaßt hat. Das ändert sich jetzt bei Moustafa Kashefi, jede Wette! Auch erwähnenswert, daß er schon wieder Barack Obama als „smart“ bezeichnet hat, wow. Nicht zum ersten Mal, aber langsam wird’s auffällig. Hätte man nicht gedacht, daß der Journalist auf sowas steht.

Kommt natürlich ganz darauf an, was man unter „smart“ so versteht:

Besonders unappetitlich Jebsens Lobeshymne auf die türkisch-kurdische Journalistin Mely Kiyak. Das ist die, die 2012 in bester Stürmermanier den islamkritischen Bestsellerautor Thilo Sarrazin öffentlich als „zuckende, stotternde, lispelnde Menschenkarikatur“ bezeichnet hat, aber das wurde in MMM 30 natürlich geflissentlich unterschlagen. Kein Wunder, ist sie doch quasi Gesinnungsgenossin und damit Verbündete des MMM-Machers.

Stichwort Islamkritiker: Manchmal verrät sich Ken Jebsen durch die Themen, die er gerade nicht erwähnt. MMM gibt als Monatsmagazin ja vor, die Themen der vergangenen vier Wochen medienkritisch zu beleuchten. Der seltsame Todesfall des bekannten Islamkritikers Udo Ulfkotte, wie Sarrazin ein Bestsellerautor, am Freitag, dem 13. Januar war Jebsen keine Silbe wert. Nun ist wahrlich nicht davon auszugehen, daß er als Islamapologet der dickste Freund von Ulfkotte war, aber als selbsternannter Protagonist der Aufklärer- und Trutherbewegung kann er da eigentlich nicht schweigen, das ist ein persönliches Schandmal für ihn.

https://terminegegenmerkel.wordpress.com/2017/01/15/umfrage-zu-udo-ulfkotte/

Björn Höcke und eigentlich die gesamte AfD wurden von Jebsen als (hell-)braun bezeichnet. Aus dem Munde eines bekennenden Holocaustleugners klingt so etwas wie blanker Hohn.

Später wurde MMM 30 etwas interessanter, es ist aber auch schwierig, in 105 Minuten nur Stuß abzusondern. Der Hinweis auf den dokumentarischen Film „Zensur“, der die dunklen Machenschaften der deutschen Wikipedia zum Thema hat, war zugegebenermaßen gut und richtig. Aber wenn man dann schon hört „in ausgewählten Programmkinos“ – wahrscheinlich müssen die Menschen im Februar 100 Kilometer und mehr fahren, um den Streifen zu sehen. Macht weniger Zuschauer, macht weniger Umsatz, läuft kürzer. Die Informationen und Enthüllungen über die deutsche Internetenzyklopädie verbreiten sich dadurch weniger stark im Volk. Gefickt eingeschädelt von der herrschenden Klasse…

Auch gut war die Gegenüberstellung von Trumps Diskussionsverhalten im Wahlkampf und von Hillary Clintons unmenschlicher Freude, als sie die Nachricht erreichte, daß Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi, dessen Sohn sie vorher noch heuchlerisch die Hand geschüttelt hatte, grausam abgeschlachtet worden war. Das Ganze gekrönt von ihrem Ausspruch „We came, we saw, he died, ahahahah…“. Wir hier auf terminegegenmerkel haben nach der US-Wahl daran erinnert und sogar die Vermutung geäußert, daß dies einer der Gründe war für Clintons Niederlage gegen Trump.

https://terminegegenmerkel.wordpress.com/2016/11/26/gaddafis-rache-she-came-she-saw-she-died/

Doch machen Sie sich selbst ein Bild von „Me, Myself and Media“, Ausgabe 30:

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