Anmerkungen zu Ken Jebsen

In unserer kleinen, losen Reihe über Menschen, die sich in Deutschland mehr oder minder als „Ein-Mann-Projekt“ öffentlich gegen Merkel stellen, ist heute Ken Jebsen dran, den Einige sicher noch von den Montags-Mahnwachen für den Frieden von 2014 kennen.

Soviel sei vorweggenommen: Im Gegensatz zu Christoph Hörstel, den ja viele unserer Leserinnen und Leser trotz seiner unkritischen Einstellung zum Islam noch nicht ganz abgeschrieben haben, wie das Zwischenresultat der dazugehörigen, noch laufenden Abstimmung im Nachbarthread zeigt, gibt der Mann, um den es heute gehen soll, nur sehr wenig Anlaß zur Hoffnung.

Ken Jebsen, oder Moustafa Kashefi, wie er bürgerlich heißt, wurde 1966 im Iran geboren. Als Kind kam er nach Deutschland, wo er nach dem Besuch von Waldorfschulen und einer Lehre zum Zimmerer ab den späten 1980er Jahren als Radiomoderator tätig war. Verschiedene Sender setzten ihn im Laufe der Jahre auch zunehmend vor der TV-Kamera ein. Bis 2011 arbeitete er beim RBB-Hörfunkkanal Radio Fritz. Dort fiel er mehr und mehr durch antisemitische Äußerungen auf. Auch der Vorwurf der Holocaust-Leugnung wurde gegen ihn laut. Nachdem man Jebsen Einiges hatte durchgehen lassen, sah sich der RBB 2011 gezwungen, das Beschäftigungsverhältnis zu beenden.

Der streitbare Journalist zog sich aber nicht in die Schmollecke zurück, sondern versuchte im Internet sein Glück, und zwar mit seiner Plattform KenFM. Dort entwickelte er sich endgültig zum verschwörungsverliebten Dampfplauderer, der ein feines Näschen dafür entwickelte, was eine bestimmte Klientel hören wollte, quasi zum „Gregor Gysi der außerparlamentarischen Opposition“, wobei man damit Gysi wohl etwas beleidigt.

2014 spielte es ihm in die Karten, daß „der Westen“ so plump den Putsch in der Ukraine unterstützte, und ergo der dortige Bürgerkrieg eingeleitet wurde, was die wahnsinnige Hetze unseres politisch-medialen Kartells gegen Russland zur Folge hatte. Jebsen schloß sich der Mahnwachenbewegung von Lars Mährholz an und war bei diesen Veranstaltungen ein gern gesehener Redner. Auch proislamische Parolen streute er dabei unters Volk.

Den „Mahnwachen für den Frieden“ ging bald die Luft aus, und Jebsen machte wieder das Netz zum absoluten Mittelpunkt seiner Betätigungen. „Me, Myself and Media“ heißt die monatliche Sendung, in der er versucht, dem Publikum die Welt zu erklären. Mittlerweile ist er da schon bei der Nummer 25 angelangt, feiert also Jubiläum.

Er geht geschickt vor, wovon Ihr Euch gleich selbst überzeugen könnt. Während Christoph Hörstel die Gefährlichkeit des Islams allem Anschein nach schlicht unterschätzt, verfolgt Moustafa Kashefi (Jebsen) eine ganz und gar proislamische Agenda. Die Bezeichnung Islamapologet ist noch nicht treffend genug für ihn; besser wäre Islampropagandist. In Folge 25 von „MMM“ outet sich Ken Jebsen endgültig als widerlicher Hetzer der übelsten Sorte.

Worin liegt nun aber sein Geschick? Er erarbeitet sich zunächst beim Unbedarften einige Sympathien, indem er Wahrheiten zum Brexit ausspricht und mal wieder die Anti-Russland-Propaganda des Westens anprangert. Dafür nimmt er sich reichlich Zeit. Als erfahrenem Journalisten ist ihm natürlich aber klar, daß er nicht drumherum kommt, auch das Massaker anzusprechen, das Mohamed B. am französischen Nationalfeiertag in Nizza angerichtet hat. Jebsen entblödet sich nicht, den beispiellosen Massenmord auf der Promenade des Anglais als Folge der französischen Kolonialgeschichte in Tunesien (der islamische Schlächter B. war Tunesier) darzustellen. Die junge Berliner Lehrerin Saskia Schnabel, aus Kirchberg in Sachsen stammend, und ihre beiden ebenfalls ermordeten Schülerinnen wären dann also einfach nur als späte Opfer des Kolonialismus anzusehen! Damit verhöhnt Ken Jebsen die über 80 Ermordeten von Nizza und tötet sie so zum zweiten Mal. Nach zwei dürren Minuten endet dieser unappetitlichste Teil von MMM 25.

Anschließend verleiht der Internet-Journalist seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Amadeu-Antonio-Stiftung unter Leitung von Anetta Kahane in den letzten Monaten so intensiv Jagd auf virtuelle „Hasskommentare“ macht. Das sei ein wichtiger Beitrag zur Demokratie. Jebsen stört sich einzig an der Tatsache, daß Kahane eine dunkle Vergangenheit als langjährige Schergin des DDR-Staatssicherheitsdienstes (Stasi) hat und von daher eher ungeeignet für ihren momentanen Posten erscheint (wobei sich genau darüber sicher trefflich philosophieren ließe). Nach der wirren Logik von Moustafa Kashefi wäre also Heiko Maas als oberster Schirmherr geeignet, da er nie für die DDR-Stasi gearbeitet hat. Aha!

SC20160805-114135
Saskia Schnabel hatte am 13. Juli noch mal ihr FB-Profilbild erneuert. Ein südfranzösischer Sonnenuntergang. Sofort entstanden kecke Dialoge dazu. Lebenslust pur. Am folgenden Tag starb sie. Weil ihr Mörder Mohamed B. es so wollte.
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5 Kommentare

  1. Danke für den Beitrag. Endlich wird einmal dieser Jebsen offen entlarvt. Wie mein Vorredner Prawda sagte: Der steht auf der Seite des Islams!

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