Sebastian Coe, allseits bekannter britischer Olympiasieger der dopingseligen Achtziger Jahre, hat uns davon „überzeugt“, daß es natürlich völlig richtig ist, das russische Leichtathletikteam für Rio 2016 KOMPLETT zu sperren. Und daß die Entscheidung rein gar nichts mit Politik zu tun hat. Westliche, gar britische Dopingfälle werden freilich immer als „Einzelfälle“ behandelt, ähnlich wie das bei uns mit mordenden Moslems, die Allahu akbar schreien, gemacht wird. Von allen „westlichen“ Sportzeitungen merkte das nur die italienische „Tuttosport“ kritisch an.

Uli Mann, berüchtigter Schmuddel-Sportreporter des Hessischen Rundfunks, ging schnurstracks am Wochenende bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel eilfertig von Athlet zu Athlet, um deren „Meinung“ zu den Vorgängen um das russische Team einzuholen. Alle auf Coe-Linie…natürlich. Wer wollte sich auch jetzt schon mit den „bösen“ Russen solidarisieren (und sich vielleicht einem Dopingverdacht aussetzen), wo es doch für viele deutsche Sportler um die Qualifikation für Olympia geht? Und man in knappen Fällen von der Gnade des Verbandes abhängig ist.

Da gibt man lieber Größen wie Hajo Seppelt recht, der sozusagen über jeden Verdacht erhaben ist:

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